Touren - Süd Tirol von Jochen

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Silvretta Stausee auf Bieler Höhe
 

 

 

 


Reschensee (Photo aus Internet)










Das ist ein Teil von mir und meiner AK










Blick vom Stilfserjoch Richtung Südtirol
 

 

 

 


Auf dem Gavia Pass

Jochen Bin von Donnerstag 23.06.2005 bis Sonntag 26.06.2005 mit 4 Freunden in Südtirol gewesen.
Hier mein Reisebericht und Eindrücke.

1.Tag Donnerstag:
Abfahrt von Ludwigsburg über Autobahn Richtung Lindau.
Dann Bundesstrasse über Bregenz, Dornbirn nach Bludenz.
Es war tierisch heiss, ein Haufen Verkehr und eine nur Geschwindigkeitsbegrenzung nach der anderen und Überholverbot. Bevor wieder einer sagt, dass man sich nicht daran halten muss:
Nein, muss man nicht, aber die Bussgelder in Österreich sprengen meine Urlaubskasse.
Diese Strasse rate ich jedem ab. Lieber ein paar Euro für die Autobahn investieren oder andere Strecke versuchen.
Ab Bludenz dann Silvretta Hochalpenstrasse über Bieler Höhe nach Landeck.
Wirklich schöne Strecke, ob das aber 10,20€ Maut wert ist, muss aber jeder selber entscheiden.
Dafür ist aber die Strasse 1a technisch in Ordnung.

Dann über Landeck, Reschenpass (sehr stark befahren, aber es gibt einige Überholmöglichkeiten) nach Mals im Vinschgau.

Dort hatten wir im Hotel Hirschen Zimmer gebucht.

www.mals.it
www.hotel-hirschen.it

Das Hotel möchte ich wärmstens empfehlen. Modern, sauber, sehr schöne Zimmer mit großem Bad. Super Frühstücksbuffet, verschlossene Tiefgarage (im Preis drin), Bar, Eisdiele, nette Leute. Kosten pro Person im Doppelzimmer mit Frühstück: 37€
Mals ist ein kleiner, gemütlicher Ort ohne aufregendes Nachtleben. Abends zum Essen, empfehle ich die ansässige Pizzaria Lamp´l. Sau gut!!!! Riesenauswahl.  


2.Tag Freitag:
Nach dem Frühstück über Stilfs zum Stilfserjoch.
Muss dazu sagen, ich war noch nie in diesem Gebiet zum fahren, also bin auch zum ersten Mal das Stilfserjoch gefahren. Es ist wirklich sehr beeindruckend, besonders dann oben, wenn die engen Kehren kommen. Ich muss sagen, dass die mir persönlich etwas zu eng waren. Und obwohl es Freitag Vormittag war, war doch ziemlich viel Verkehr auf dem Pass. Ich möchte mir nicht vorstellen wollen, wie´s da am Wochenende zugeht.
An dem Pass habe ich wieder meine Lieblingsmoppedfahren getroffen:
Typen in großen, hubraumstarken Motorräder die nicht um´s Eck kommen, aber nach der Kehre dermaßen viel Dampf aufmachen, dass man mit der AK nicht nach kommt. In der Kehre muss aber aufpassen, dass man dem Typen nicht hinten rein fährst. Warum lassen die einen nicht vorbei, wenn sie sehen, dass man einen nur aufhält?

Kurzum: Stilfserjoch, muss man mal gefahren haben, mein Lieblingspass wird´s nicht.
Runter nach Bormio war´s dann klasse, da kann man die Kuh fliegen lassen. Auf selbige und ihre Endprodukte (beides liegt auf der Strasse) muss man aber obacht geben.

Von Bormio dann über S. Catarina zum Gavia Pass. Einfach guter Pass, leider ist der Asphalt besonders oben sehr schlecht. Macht aber trotzdem Spass, runter darf man aber nicht vergessen, wenn man die 2m breite Fahrbahn um´s Eck sticht, dass auch ein Auto oder noch breiteres dir entgegen kommen kann.

Dann Ponte über Edolo durch das Val die Cortene nach Tirano. Sau gute, kurvenreiche Strecke zum Gas geben oder zum genießen. Wie man will.
Von Tirano über Bernina Pass nach Samedan. Schöner Pass, gute Strasse, alles dabei, macht Spaß.
Dann wieder Richtung Mals über den Ofenpass. auch ein netter, unkomplizierter Pass der recht flüssig zum fahren ist. Leider auch einige Strassenschäden mit blöden Schotter in der der Kurve.

1.Passtag war vorbei. War ein schöner Tag, uns hat´s allen gefallen. Wetter war sehr gut. Trocken und heiss. Als wir in der Tiefgarage waren, hat´s jedem für heute gereicht und freute sich auf ne Dusche und 1,2...Bier.

3.Tag Samstag:
Übern Ofenpass Richtung Sankt Moritz. Davor rechts ab zum Albulapass nach Tiefencastel. Schöner netter, enger Pass. Gut zum fahren. Runterzu leider auch starke Strassenschäden. Erst ganz unten ist die Strasse neu gerichtet und macht dann richtig Laune.
Durch die Schinschlucht nach Thusis: toll!!!!
weiter über die Roflaschlucht nach Splügen: toll!!!!

Beides kurvenreiche Strecken zum reinbremsen und rausbeschleunigen.  
Auf dem Splügenjoch hat´s dann leider angefangen zum regnen. Das war schade. Das muss bei Trockenheit ja der Wahnsinn sein. Von der Strecke und der Landschaft.
Es hat dann zwar kurz aufgehört zum regnen, aber kurz vor Chiavanna sind wir in ein Unwetter mit Sturm, Blitz und Donner gekommen. Nach einer einstündigen Regenpause im Cafe wollten wir über den Passo del Maloja wieder nach Hause. Leider war die Strasse wegen nem Erdrutsch gesperrt. so mussten wir wegen Zeitnot (es war schon kurz vor 16:00 Uhr über die SS38 von Morbegno nach Bormio fahren.
Diese Strasse ist nur was für etrem starke Nerven. Eine Ortschaft nach der anderen, ein Verkehr wie verrückt und immer gerade aus. Komplett nervtötend. Ging aber leider nicht anders.
Von Bomio wieder ein Stück Stilfserjoch und dann über den Umbrail Pass nach Mals. Wir sind gerade noch rechtzeitig gekommen, lt Schild schließt der Umbrailpass um 18:00 Uhr. Ob man dann wirklich nicht mehr fahren kann, weiss ich natürlich nicht. Der Pass an sich, war mal was ganz neues: nämlich zum größten Teil unbefestigt, Schotter. Und ich mit Reifen die sich dem Ende nähern. War witzig.

4.Tag Sonntag:
Heimfahrt über Meran und Timmelsjoch nach Östereich.
Timmelsjoch finde ich klasse, bin´s jetzt auch schon ein paar Mal gefahren. Der Pass bietet einfach alles was das Herz begehrt: schöne schnelle Strecken, enge Kurven, tolle Kehren, tolle Aussicht (wenn man Zeit findet zum gucken).
Nur leider sind da auch solche Trottel unterwegs wie am Stilfserjoch. So ein Typ mit der K1200 hat mich zur Weißglut gebracht. Na ja, was soll´s. Nach ner Weile hab ich´s doch mit Hängen und Würgen, Hupen und Treten doch geschafft, dass er mich vorbei gelassen hat.
Mautkosten, für die Österreichische Seite 8€. Finde ich okay, wenn man daran denkt, dass die Italienseite nichts kostet.

In Imst dann über das Hahntennjoch nach Reute. Ein sehr nett zum fahren. Bedauerlicherweise war am Sonntag ein Fahrradrennen über den Pass. Haufen Fahrräder und Begleitfahrzeuge die todesverachtend den Berg abfahren. Auf der anderen Seite Fahrradfahrer die den Berg hochhecheln (fahrend oder viele auch schiebend), während viel Verkehr dann überholt. War also Mist zum fahren, war auch nicht klar warum der Pass nicht für den normalen Verkehr während dem Rennen gesperrt wurde. Für die Radrennfahrer war´s ziemlich gefährlich.

Zu guter letzt ist meinem Freund auf der Bergabfahrt der Vorderreifen platt geworden. Natürlich hat keiner Reifenpannenspray dabei. Jahrelang fährt man das Zeug unnutz in der der Gegend herum und braucht es nie. Da hat man es einmal nicht dabei und schon braucht man´s. Gottseidank gibt es Tankstellen die so etwas verkaufen. Sonax hat sich bewährt: ohne Probleme sind wir dann mit 100-110 km/h über die Autobahn bei schönstem Wetter nach Hause gefahren.

Fazit:
1650 km in 4 Tagen. Schöne Pässe. Im großen und ganzen gutes, heißes Wetter. Tolles Hotel.
Alle gesund und munter heim gekommen. Und das ist das wichtigste.

 
Gruß
Jochen