Gebrauchtfahrzeugkauf - Gutachter und genaue Verträge schützen vor Ärger

Wer ein Gebrauchtfahrzeug kauft, sollte im Vertrag auf klare Angaben über die Fahrzeugeigenschaften achten. Das rät die Stiftung Warentest in der Maiausgabe der Zeitschrift FINANZtest.

Auf schwammige Vertragsangaben wie „Top-Zustand“ oder „in Ordnung“ sollten sich Käufer nicht einlassen. Treten dann Mängel am Fahrzeug auf, lassen sich Rechtsansprüche der Käufer vor Gericht oft nicht durchsetzen. Auch die Aussage „Tüv-neu“ darf beim beim Kauf von privat nicht überbewertet werden. Eine Garantie für ein verkehrssicheres Fahrzeug hat bei einer solchen Angabe nur, wer das Fahrzeug bei einem Händler mit eigener Werkstatt kauft.

Ab 2002 gilt in Deutschland die EU-Verbrauchsgüterkaufrichtlinie. Sie sieht eine generelle Verkäuferhaftung für gebrauchte Waren für mindestens ein Jahr nach Vertragsabschluss vor. Diese gilt nur dann nicht, wenn der gewerbliche Verkäufer einen Mangel eindeutig benannt hat. Für typische Abnutzungserscheinungen etwa an Bremsen, Lenkung oder Stoßdämpfern gilt besonders bei älteren Automodellen  allerdings wie bisher keine Haftung des Händlers.

Generell empfiehlt FINANZtest nicht alleine zum Auto- und Motorradkauf zu gehen sowie Zeitungsannoncen und Verkaufsschilder des Fahrzeugs aufzuheben. Bei teureren Modellen lohnt auch ein Gutachter-Check. Teil 2

Quelle: FINANZtest